Seite wählen

500 € im Monat mit Pinterest verdienen – wie viele Klicks braucht man dafür eigentlich?

Vielleicht siehst du auf Pinterest oder Instagram immer wieder Menschen, die von ihren hohen Pinterest-Reichweiten erzählen. 100.000 Impressionen, 500.000 Aufrufe oder sogar mehrere Millionen monatliche Impressionen sehen natürlich beeindruckend aus.

Aber wenn du Pinterest nutzen möchtest, um dir tatsächlich ein Einkommen aufzubauen, ist eine andere Zahl viel interessanter:

Wie viele Menschen klicken von Pinterest wirklich auf deine Website?

Denn 100.000 Impressionen bedeuten noch lange nicht, dass du damit auch Geld verdienst.

Vielleicht brauchst du für deine ersten 500 € im Monat 10.000 Website-Klicks.

Vielleicht reichen 1.000.

Und theoretisch können sogar deutlich weniger reichen.

Es kommt nämlich darauf an, was du deinen Pinterest-Besuchern anbietest und wie viel du mit einem Verkauf verdienst.

Schauen wir uns das einmal ganz konkret an.

Erst einmal: Pinterest-Impressionen sind noch keine Klicks

Dieser Unterschied ist wichtig.

Eine Impression bedeutet zunächst nur, dass dein Pin irgendwo auf Pinterest angezeigt wurde.

Ein ausgehender Klick bedeutet dagegen, dass jemand deinen Pin interessant genug fand, um Pinterest zu verlassen und beispielsweise deinen Blog oder deine Website zu besuchen.

Und genau dort beginnt für mich der wirklich spannende Teil.

Denn auf deiner Website kannst du beispielsweise:

  • Affiliate-Produkte empfehlen,
  • ein eigenes digitales Produkt verkaufen,
  • Menschen in deinen Newsletter holen,
  • einen Onlinekurs empfehlen
  • oder auf andere Weise mit deinem Content Geld verdienen.

Wenn dein Ziel ein Einkommen mit Pinterest ist, würde ich deshalb nicht nur auf deine monatlichen Impressionen schauen.

Ausgehende Klicks sind mindestens genauso interessant.

Wie viele Pinterest-Klicks braucht man für 500 €?

Jetzt wird es spannend.

Eine einzige allgemeingültige Zahl gibt es leider nicht.

Denn zwei Blogs können jeweils 1.000 Besucher über Pinterest bekommen und damit vollkommen unterschiedliche Einnahmen erzielen.

Warum?

Weil es einen riesigen Unterschied macht, ob du pro Verkauf beispielsweise

1 €, 15 €, 50 € oder 500 € verdienst.

Deshalb müssen wir von hinten rechnen.

Beispiel 1: Du verdienst 5 € pro Verkauf

Nehmen wir an, du empfiehlst ein günstiges Produkt und bekommst durchschnittlich 5 € Provision.

Für 500 € brauchst du:

500 € ÷ 5 € = 100 Verkäufe

Wenn 2 % deiner Pinterest-Besucher kaufen würden, bräuchtest du für 100 Verkäufe ungefähr:

5.000 Besucher.

Bei einer Conversionrate von nur 1 % wären es bereits:

10.000 Besucher.

Du merkst wahrscheinlich schon:

Bei sehr kleinen Provisionen brauchst du ziemlich viel Traffic.

Beispiel 2: Du verdienst 15 € pro Verkauf

Jetzt nehmen wir ein digitales Affiliate-Produkt, bei dem du ungefähr 15 € Provision erhältst.

Für 500 € brauchst du ungefähr:

34 Verkäufe.

Wenn von 100 Besuchern durchschnittlich zwei kaufen – also bei einer angenommenen Conversionrate von 2 % – bräuchtest du rechnerisch ungefähr:

1.700 passende Besucher.

Bei 1 % wären es etwa:

3.400 Besucher.

Schon sieht die Rechnung vollkommen anders aus.

Beispiel 3: Du verdienst 50 € pro Verkauf

Bei 50 € Provision benötigst du für 500 € nur noch:

10 Verkäufe.

Bei einer angenommenen Conversionrate von 2 % wären dafür ungefähr:

500 Besucher notwendig.

Bei 1 % wären es:

1.000 Besucher.

Das zeigt ziemlich gut, warum die Anzahl deiner Pinterest-Klicks allein noch nicht entscheidet, wie viel du verdienst.

Beispiel 4: Du verdienst 100 € pro Verkauf

Bei einem Produkt, das dir 100 € Provision bringt, benötigst du:

5 Verkäufe für 500 €.

Rein rechnerisch könnten bei einer Conversionrate von 1 % bereits ungefähr 500 passende Besucher für fünf Verkäufe ausreichen.

Bei 2 % wären es sogar nur ungefähr 250 Besucher.

Aber Vorsicht:

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder mit 250 Pinterest-Klicks automatisch 500 € verdient.

Die Beispiele sollen dir lediglich zeigen, wie unterschiedlich das Verhältnis zwischen Traffic und Einkommen aussehen kann.

Eine kleine Übersicht

Verdienst pro Verkauf Verkäufe für 500 € Besucher bei 1 % Conversion Besucher bei 2 % Conversion
5 € 100 10.000 5.000
15 € ca. 34 ca. 3.400 ca. 1.700
50 € 10 1.000 500
100 € 5 500 250

Diese Zahlen sind reine Rechenbeispiele. Deine tatsächlichen Ergebnisse können deutlich darüber oder darunter liegen.

Und es gibt noch einen wichtigen Punkt.

Nicht jeder Pinterest-Klick wird sofort zum Verkauf

Wenn 1.000 Menschen deinen Blog besuchen, kaufen wahrscheinlich nicht alle direkt beim ersten Besuch etwas.

Vielleicht liest jemand deinen Artikel und schließt die Seite wieder.

Eine andere Person liest drei weitere Beiträge.

Und wieder jemand denkt:

„Das klingt interessant, aber ich bin noch nicht so weit.“

Genau deshalb finde ich einen Newsletter-Funnel so interessant.

Statt darauf angewiesen zu sein, dass ein Pinterest-Besucher sofort kauft, kannst du ihm zunächst etwas kostenlos anbieten.

Zum Beispiel:

Pinterest → Blogartikel → kostenloser Guide → Newsletter → Angebot

Dadurch hast du die Möglichkeit, mit dieser Person in Kontakt zu bleiben.

Und genau das kann besonders bei höherpreisigen Angeboten wichtig sein.

Denn einen günstigen 10-€-Artikel kauft jemand vielleicht spontan.

Bei einem Onlinekurs für mehrere Hundert oder sogar über 1.000 € sieht das meistens anders aus.

Warum 500 passende Klicks besser sein können als 5.000 falsche

Das ist einer der Punkte, die ich beim Thema Pinterest besonders wichtig finde.

Stell dir zwei Accounts vor.

Account A bekommt jeden Monat 5.000 Website-Klicks.

Die Menschen kommen allerdings hauptsächlich wegen allgemeinen Inspirationen, kostenlosen Ideen und sehr breiten Themen.

Account B bekommt nur 500 Klicks.

Diese Menschen suchen aber ganz konkret nach:

„Wie starte ich mit Pinterest Affiliate Marketing?“

oder

„Wie kann ich mit Pinterest Geld verdienen?“

Welcher Traffic ist wertvoller?

Das lässt sich ohne weitere Daten natürlich nicht sicher sagen.

Aber Account B hat möglicherweise eine viel kleinere, dafür kaufnähere Zielgruppe.

Deshalb möchte ich nicht einfach möglichst viele Menschen auf meinen Blog bekommen.

Ich möchte die richtigen Menschen erreichen.

Genau deshalb ist die Wahl deiner Blogartikel so wichtig

Wenn du Pinterest für dein Online-Business verwendest, kannst du unterschiedliche Arten von Content erstellen.

Ein Artikel wie:

„50 schöne Ideen für deinen Schreibtisch“

kann möglicherweise sehr viel Traffic bekommen.

Aber wenn du anschließend einen Pinterest-Kurs verkaufen möchtest, besteht zwischen Suchintention und Angebot nur eine schwache Verbindung.

Anders sieht es aus bei:

„Mit Pinterest Affiliate Marketing starten“

„Kann man mit Pinterest wirklich Geld verdienen?“

oder

„Wie lange dauert es, bis man mit Pinterest Geld verdient?“

Die Person beschäftigt sich bereits mit genau dem Problem, zu dem du später ein passendes Produkt empfehlen kannst.

Das bedeutet nicht, dass du ausschließlich Verkaufsartikel schreiben solltest.

Aber wenn du Pinterest nicht nur als Hobby betreibst, sondern damit Geld verdienen möchtest, würde ich bei meiner Contentplanung immer überlegen:

Welche Person ziehe ich mit diesem Artikel eigentlich an?

500 € mit Pinterest: Warum Affiliate Marketing interessant sein kann

Eine Möglichkeit, Pinterest-Traffic zu monetarisieren, ist Affiliate Marketing.

Dabei musst du nicht unbedingt selbst ein Produkt erstellen.

Du empfiehlst ein Produkt eines anderen Anbieters und erhältst eine Provision, wenn über deine Empfehlung ein Kauf zustande kommt.

Gerade für Anfänger finde ich das spannend, weil du nicht erst monatelang einen eigenen Onlinekurs erstellen musst.

Allerdings würde ich auch hier auf die Höhe der Provision achten.

Wenn du pro Verkauf nur 50 Cent verdienst, brauchst du für 500 €:

1.000 Verkäufe.

Bei 50 € Provision brauchst du:

10 Verkäufe.

Natürlich kann ein günstiges Produkt wesentlich leichter zu verkaufen sein als ein teures.

Trotzdem zeigt die Rechnung, warum ich nicht nur fragen würde:

„Welches Affiliate-Programm kann ich bewerben?“

Sondern auch:

„Passt das Produkt zu meiner Zielgruppe und lohnt sich die Provision überhaupt?“

Brauchst du also Tausende Pinterest-Klicks?

Nicht unbedingt.

Aber ich würde auch nicht mit der Erwartung starten:

„Ich brauche nur 100 Klicks und verdiene dann jeden Monat 500 €.“

Das kann passieren, wäre aber keine vernünftige Grundlage für eine Planung.

Gerade am Anfang würde ich Pinterest eher schrittweise betrachten.

Dein erstes Ziel könnte beispielsweise sein:

100 ausgehende Klicks im Monat.

Danach:

500 ausgehende Klicks.

Dann:

1.000 ausgehende Klicks.

Und gleichzeitig beobachtest du, was auf deiner Website passiert.

Wie viele Menschen tragen sich in deinen Newsletter ein?

Wie viele klicken auf deine Affiliate-Links?

Welche Artikel bringen Verkäufe?

Welche Pinterest-Pins bringen besonders kaufnahe Besucher?

Denn erst wenn du diese Zahlen kennst, kannst du deine ganz persönliche Antwort auf die Frage berechnen:

„Wie viele Pinterest-Klicks brauche ICH für 500 €?“

So berechnest du deine eigene Zahl

Sobald du erste Verkäufe hast, wird es richtig interessant.

Angenommen:

Du hattest in einem Monat 1.000 Pinterest-Besucher.

Dadurch sind 200 € Einnahmen entstanden.

Dann kannst du zunächst ganz grob rechnen:

200 € ÷ 1.000 Besucher = 0,20 € Umsatz bzw. Einnahmen pro Besucher.

Wenn dieses Verhältnis langfristig ungefähr gleich bliebe, wären für 500 € rechnerisch etwa:

2.500 Besucher notwendig.

Natürlich schwanken solche Zahlen von Monat zu Monat.

Ein einziger höherpreisiger Verkauf kann die Statistik komplett verändern.

Aber je mehr Daten du sammelst, desto besser kannst du einschätzen, was dein Pinterest-Traffic tatsächlich wert ist.

Und genau dann wird aus:

„Hoffentlich verdiene ich irgendwann Geld mit Pinterest.“

langsam eine echte Strategie.

Was würde ich tun, wenn ich noch kaum Pinterest-Klicks bekomme?

Dann würde ich mich noch nicht verrückt machen, weil keine 500 € entstehen.

Wenn du momentan beispielsweise nur 20 oder 30 Menschen im Monat auf deine Website bekommst, hast du schlicht noch sehr wenig Daten.

Dann würde ich zunächst daran arbeiten, herauszufinden:

Welche Themen bringen Impressionen?

Welche Pins werden geklickt?

Welche Überschriften funktionieren?

Welche Artikel interessieren meine Zielgruppe?

Welche Pins haben eine besonders gute Klickrate?

Und sobald du einen Gewinner findest:

Nicht sofort zum nächsten Thema springen.

Erstelle weitere passende Pins.

Schreibe vertiefende Artikel.

Teste neue Hooks.

Und baue rund um das funktionierende Thema einen kleinen Content-Cluster auf.

Mein Fazit: Wie viele Pinterest-Klicks brauchst du für 500 €?

Die vielleicht unbefriedigende, aber ehrliche Antwort lautet:

Es gibt keine feste Zahl.

Du könntest theoretisch mit einigen Hundert sehr passenden Besuchern 500 € verdienen.

Du könntest aber genauso 10.000 Besucher haben und kaum etwas verdienen.

Entscheidend sind unter anderem:

Traffic × Zielgruppe × Angebot × Provision × Conversion.

Genau deshalb würde ich mich nicht von riesigen Pinterest-Impressionszahlen anderer Accounts verrückt machen lassen.

Wenn dein Ziel ein Einkommen ist, möchtest du nicht nur gesehen werden.

Du möchtest Menschen erreichen, die sich wirklich für dein Thema interessieren, deine Website besuchen und irgendwann ein passendes Angebot nutzen.

Und dafür können 1.000 richtig gute Pinterest-Klicks wesentlich wertvoller sein als eine riesige Zahl auf deinem Pinterest-Profil.

Du möchtest dir mit Pinterest ein Online-Business aufbauen?

Wenn du gerne online etwas Eigenes starten möchtest, dich aber nicht ständig auf Instagram oder TikTok zeigen möchtest, habe ich einen Guide für dich erstellt.

Darin zeige ich dir, wie du als Introvertierte deine ersten Schritte in Richtung Pinterest Online-Business gehen kannst – auch ohne große Reichweite und ohne täglich vor der Kamera zu stehen.

Hier kannst du dir meinen 0-€-Guide „Online Business für Introvertierte“ holen.