Du möchtest Pinterest nutzen, um dir online etwas aufzubauen – aber dein Account hat gerade einmal 20, 50 oder vielleicht 100 Follower?
Dann fragst du dich vielleicht:
Kann man mit Pinterest überhaupt Geld verdienen, wenn einem kaum jemand folgt?
Gerade wenn du Instagram oder TikTok gewohnt bist, klingt das erst einmal ziemlich unrealistisch.
Denn dort dreht sich gefühlt alles um Followerzahlen, Community-Aufbau und Reichweite. Wer online Geld verdienen möchte, braucht erst einmal Tausende Menschen, die dem eigenen Account folgen – oder?
Bei Pinterest funktioniert das etwas anders.
Und genau das ist einer der Gründe, warum ich Pinterest für Introvertierte und Menschen, die sich nicht ständig auf Social Media zeigen möchten, so spannend finde.
In diesem Artikel schauen wir uns an, ob du mit Pinterest auch ohne große Followerschaft Geld verdienen kannst, welche Zahlen stattdessen wichtig sind und wie du Pinterest nutzen kannst, um Menschen auf deine Website und in deinen Funnel zu bringen.
Die kurze Antwort: Ja, du brauchst nicht Tausende Pinterest-Follower
Du musst nicht erst 10.000 Follower sammeln, bevor Pinterest für dein Online-Business interessant werden kann.
Denn Pinterest ist nicht nur ein soziales Netzwerk.
Menschen nutzen Pinterest auch, um nach Ideen, Inspirationen, Lösungen und konkreten Informationen zu suchen.
Und genau das macht einen großen Unterschied.
Auf Instagram folgt dir jemand vielleicht, weil er dich als Person interessant findet.
Auf Pinterest kann jemand deinen Pin entdecken, obwohl diese Person:
- dir nicht folgt,
- noch nie von dir gehört hat,
- deinen Blog nicht kennt
- und vorher noch keinen einzigen deiner Pins gesehen hat.
Wenn dein Inhalt zu dem passt, wonach diese Person gerade sucht oder wofür sie sich interessiert, kann Pinterest deinen Pin trotzdem anzeigen.
Für ein Online-Business ist das unglaublich interessant.
Warum Follower auf Pinterest weniger wichtig sind als auf Instagram
Stell dir vor, du möchtest auf Instagram einen neuen Beitrag veröffentlichen.
Ein großer Teil deiner ersten Reichweite entsteht normalerweise über Menschen, die deinem Account bereits folgen oder über Empfehlungen des Algorithmus.
Auf Pinterest ist die Ausgangssituation eine andere.
Pinterest kann deine Inhalte beispielsweise über die Suche, den Homefeed und Empfehlungen ausspielen.
Das bedeutet:
Dein Pin kann Menschen erreichen, die überhaupt nicht Teil deiner bestehenden Community sind.
Und genau deshalb musst du nicht zwangsläufig jahrelang eine persönliche Followerschaft aufbauen, bevor deine Inhalte gefunden werden können.
Das finde ich besonders interessant, wenn du introvertiert bist oder keine Lust darauf hast, dein komplettes Online-Business um deine eigene Person herum aufzubauen.
Pinterest-Follower sind nicht dasselbe wie Pinterest-Traffic
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Angenommen, Account A hat:
10.000 Follower, aber kaum jemand klickt auf die Website.
Account B hat:
300 Follower, bekommt aber jeden Monat zahlreiche ausgehende Klicks auf seine Blogartikel.
Wenn beide Accounts Geld über ihre Websites verdienen möchten, könnte Account B wirtschaftlich wesentlich interessanter sein.
Denn was bringt dir eine große Followerzahl, wenn niemand den nächsten Schritt macht?
Deshalb würde ich mich bei Pinterest nicht ständig fragen:
„Wie bekomme ich mehr Follower?“
Sondern eher:
„Wie bekomme ich die richtigen Menschen von Pinterest auf meine Website?“
Welche Pinterest-Zahlen sind wichtiger als deine Follower?
Wenn du Pinterest für dein Business nutzt, würde ich mehrere Kennzahlen beobachten.
1. Impressionen
Impressionen zeigen dir, wie häufig deine Pins auf Pinterest eingeblendet wurden.
Sie können dir einen ersten Eindruck davon geben, ob Pinterest deine Inhalte überhaupt ausspielt.
Aber:
Viele Impressionen bedeuten noch nicht automatisch viel Traffic oder hohe Einnahmen.
Deshalb würde ich diese Zahl niemals isoliert betrachten.
2. Ausgehende Klicks
Diese Zahl finde ich besonders spannend.
Ein ausgehender Klick bedeutet, dass jemand deinen Pin gesehen und anschließend auf den hinterlegten Link geklickt hat.
Die Person verlässt also Pinterest und landet beispielsweise auf deinem Blog.
Und dort kann dein eigentliches Business beginnen.
Vielleicht liest sie deinen Artikel.
Vielleicht trägt sie sich für dein Freebie ein.
Vielleicht klickt sie auf einen Affiliate-Link.
Oder vielleicht kauft sie irgendwann ein Produkt.
Deshalb können ausgehende Klicks für dein Business wesentlich wertvoller sein als eine beeindruckende Followerzahl.
3. Ausgehende Klickrate
Auch die Klickrate kann interessant sein.
Stell dir vor:
Ein Pin wurde 1.000-mal angezeigt und bringt 5 Website-Klicks.
Ein anderer wurde nur 200-mal angezeigt und bringt ebenfalls 5 Klicks.
Der zweite Pin scheint die Menschen, denen er angezeigt wird, wesentlich stärker zum Klicken zu bewegen.
Das ist ein Signal, das du dir genauer anschauen kannst.
Was ist bei diesem Pin anders?
Die Überschrift?
Das Design?
Das Thema?
Der konkrete Nutzen?
Solche Informationen können dir helfen, deine zukünftigen Pins zu verbessern.
4. Newsletter-Anmeldungen und Verkäufe
Und dann kommen wir zu den Zahlen, die außerhalb von Pinterest passieren.
Denn wenn dein Ziel darin besteht, Geld zu verdienen, möchtest du irgendwann wissen:
Was machen die Pinterest-Besucher auf meiner Website?
Tragen sie sich in deinen Newsletter ein?
Klicken sie auf deine Affiliate-Empfehlungen?
Kaufen sie?
Denn am Ende bringt dir auch eine hohe Zahl ausgehender Klicks wenig, wenn anschließend niemand etwas tut.
Wie kann man ohne viele Follower mit Pinterest Geld verdienen?
Pinterest selbst bezahlt dich nicht automatisch dafür, dass Menschen deine Pins anschauen.
Du brauchst deshalb eine Möglichkeit, deinen Traffic zu monetarisieren.
Das kann beispielsweise über Affiliate Marketing funktionieren.
Du erstellst einen hilfreichen Blogartikel und empfiehlst darin ein Produkt, das zum Problem deiner Leser passt.
Wenn jemand über deinen Affiliate-Link kauft, erhältst du eine Provision.
Eine andere Möglichkeit sind eigene digitale Produkte wie:
E-Books, Vorlagen, Checklisten, Workbooks oder Onlinekurse.
Oder du nutzt Pinterest zunächst, um Menschen in deinen Newsletter zu holen.
Dann könnte dein System beispielsweise so aussehen:
Pinterest → Blogartikel → kostenloses Freebie → Newsletter → passendes Angebot
Und für keinen dieser Schritte brauchst du zwangsläufig Tausende Pinterest-Follower.
Du brauchst Menschen, die deinen Inhalt entdecken und sich wirklich für dein Thema interessieren.
Ein Beispiel: Kleiner Account, trotzdem Einnahmen?
Nehmen wir einmal an, dein Pinterest-Account hat nur 150 Follower.
Das klingt erst einmal winzig.
Trotzdem schaffen es deine Pins, jeden Monat 1.000 passende Besucher auf deine Website zu bringen.
Ein Teil dieser Menschen trägt sich in deinen Newsletter ein.
Und ein kleiner Teil kauft später ein von dir empfohlenes Produkt.
Dann kann dieser kleine Pinterest-Account wirtschaftlich wesentlich wertvoller sein als ein Account mit Tausenden Followern, dessen Nutzer niemals auf die Website klicken.
Natürlich ist das nur ein Beispiel und keine Garantie für bestimmte Einnahmen.
Aber es zeigt das Prinzip:
Follower ≠ Besucher ≠ Kunden.
Das sind drei unterschiedliche Dinge.
Warum das gerade für Introvertierte interessant ist
Vielleicht möchtest du online Geld verdienen, hast aber überhaupt keine Lust darauf, eine klassische Influencerin zu werden.
Du möchtest nicht jeden Morgen dein Gesicht in die Kamera halten.
Du möchtest nicht ständig Stories aus deinem Privatleben teilen.
Und du möchtest auch nicht das Gefühl haben, dass dein Einkommen davon abhängt, wie interessant andere Menschen dein Leben finden.
Das kann ich sehr gut verstehen.
Und genau deshalb finde ich Pinterest so spannend.
Du kannst einen Pin erstellen, der ein konkretes Problem löst oder eine Frage beantwortet.
Zum Beispiel:
„Wie starte ich mit Pinterest Affiliate Marketing?“
Jemand sucht genau danach.
Die Person entdeckt deinen Pin.
Sie klickt auf deinen Blog.
Sie liest deinen Artikel.
Und vielleicht trägt sie sich anschließend in deinen Newsletter ein.
Dabei musste sie vorher weder wissen, wer du bist, noch dir folgen.
Dein Inhalt stand im Mittelpunkt – nicht dein Privatleben.
Muss ich mich auf Pinterest überhaupt zeigen?
Nein.
Natürlich kannst du persönliche Bilder verwenden, wenn du möchtest.
Aber du kannst Pinterest auch nutzen, ohne ständig Fotos oder Videos von dir selbst zu veröffentlichen.
Pins können beispielsweise aus:
- Text und grafischen Elementen,
- Fotos,
- Illustrationen,
- Mockups,
- Produktbildern
- oder anderen passenden visuellen Inhalten bestehen.
Gerade für ein Faceless Business eröffnet das viele Möglichkeiten.
Du kannst eine wiedererkennbare Marke aufbauen, ohne selbst zum Mittelpunkt jedes einzelnen Inhalts werden zu müssen.
Aber braucht man nicht trotzdem eine Community, damit Menschen einem vertrauen?
Vertrauen ist wichtig.
Aber Vertrauen muss nicht ausschließlich dadurch entstehen, dass jemand dir seit drei Jahren auf Instagram folgt und jeden Morgen deine Stories anschaut.
Vertrauen kann auch über deine Inhalte entstehen.
Wenn jemand über Pinterest auf einen hilfreichen Blogartikel kommt und merkt:
„Okay, diese Person beantwortet genau meine Frage.“
dann entsteht bereits ein erster Kontakt.
Danach liest die Person vielleicht einen zweiten Artikel.
Dann lädt sie dein Freebie herunter.
Dann bekommt sie deine E-Mails.
Und irgendwann kennt sie deine Arbeit deutlich besser.
Deshalb finde ich den Newsletter hinter Pinterest so wertvoll.
Pinterest bringt neue Menschen zu dir.
Dein Blog und deine E-Mails können daraus eine Beziehung entstehen lassen.
Was solltest du tun, wenn du gerade 0 Follower hast?
Dann würde ich ehrlich gesagt nicht versuchen, krampfhaft Follower zu sammeln.
Ich würde meine Energie zunächst in etwas anderes stecken:
gute Inhalte.
Überlege dir, wonach deine Wunschleserin sucht.
Welche Fragen hat sie?
Welche Probleme möchte sie lösen?
Welche Begriffe könnte sie auf Pinterest eingeben?
Dann erstellst du passende Blogartikel und Pins.
Wenn du beispielsweise Menschen erreichen möchtest, die sich ein Online-Business ohne Instagram aufbauen wollen, könnten Themen interessant sein wie:
Pinterest Affiliate Marketing
online Geld verdienen ohne Gesicht
Online-Business für Introvertierte
Pinterest statt Instagram
Affiliate Marketing ohne Social Media
Damit gibst du Pinterest klare Signale, worum es bei deinem Account geht.
Pinterest SEO kann wichtiger sein als deine Followerzahl
Wenn Pinterest deine Inhalte den richtigen Menschen zeigen soll, muss die Plattform verstehen, worum es geht.
Deshalb solltest du wichtige Suchbegriffe sinnvoll verwenden.
Zum Beispiel in:
Pin-Titeln, Pin-Beschreibungen, Pinnwandnamen und natürlich deinen Inhalten.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Keywords irgendwo hineinzustopfen.
Deine Texte sollten immer noch natürlich klingen.
Aber wenn dein Pin über Pinterest Affiliate Marketing handelt, sollte Pinterest das auch erkennen können.
So erhöhst du die Chance, dass deine Inhalte Menschen gezeigt werden, die sich tatsächlich für dieses Thema interessieren.
Warum du dich nicht mit großen Pinterest-Accounts vergleichen solltest
Das kann unglaublich frustrierend sein.
Du öffnest Pinterest und siehst jemanden mit riesiger Reichweite.
Dann schaust du auf deinen eigenen Account:
32 Follower.
Ein paar Hundert Impressionen.
Vielleicht zehn Website-Klicks.
Und sofort entsteht das Gefühl:
„Bei mir funktioniert das nicht.“
Aber du weißt nicht, wie lange der andere Account bereits existiert.
Du weißt nicht, wie viele Inhalte dort veröffentlicht wurden.
Und vor allem weißt du nicht, wie viel Geld diese Person tatsächlich mit ihrer Reichweite verdient.
Eine große sichtbare Zahl sagt nicht automatisch etwas über den Umsatz dahinter aus.
Deshalb würde ich lieber deine eigenen Zahlen vergleichen:
Wie viele ausgehende Klicks hatte ich letzten Monat?
Wie viele habe ich diesen Monat?
Welche Pins funktionieren besser?
Welche Themen bringen Besucher?
Wenn diese Zahlen langfristig wachsen, bist du auf einem wesentlich interessanteren Weg als beim bloßen Sammeln von Followern.
Was ist also wichtiger als 10.000 Follower?
Wenn ich Pinterest nutzen würde, um mir ein Einkommen aufzubauen, wären mir diese Dinge wichtiger:
Eine klare Zielgruppe.
Themen, nach denen diese Zielgruppe tatsächlich sucht.
Pins, die neugierig genug machen, dass Menschen klicken.
Hilfreiche Blogartikel.
Eine Möglichkeit, Besucher in Newsletter-Abonnenten oder Kunden zu verwandeln.
Ein Angebot, das wirklich zu diesen Menschen passt.
Und anschließend:
testen, messen und mehr von dem machen, was funktioniert.
Fazit: Kann man mit Pinterest ohne viele Follower Geld verdienen?
Ja, grundsätzlich schon.
Eine große Followerschaft ist keine Voraussetzung dafür, dass Menschen deine Pins entdecken und auf deine Website klicken.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Geldverdienen mit Pinterest automatisch oder einfach funktioniert.
Du brauchst weiterhin gute Inhalte, Traffic und eine sinnvolle Monetarisierungsstrategie.
Aber genau das finde ich so befreiend:
Du musst nicht erst jahrelang versuchen, zur Influencerin zu werden.
Du musst nicht jeden Tag dein Leben zeigen.
Und du musst nicht warten, bis dir 10.000 Menschen folgen.
Du kannst stattdessen Inhalte erstellen, die genau die Menschen erreichen, die gerade nach deinem Thema suchen.
Und aus einem einzelnen Pin kann dann irgendwann eine Reise entstehen:
Pin → Blog → Newsletter → Vertrauen → Verkauf.
Für mich ist genau das eine der spannendsten Möglichkeiten, sich als introvertierte Person ein Online-Business aufzubauen, ohne das eigene Gesicht zum Mittelpunkt der Marke machen zu müssen.
Du möchtest dir ein Online-Business aufbauen, ohne dich ständig zu zeigen?
Wenn du introvertiert bist und gerne online etwas Eigenes starten möchtest, aber keine Lust auf tägliche Reels, Stories und Selbstdarstellung hast, kannst du dir meinen Pinterest Guide für Introvertierte herunterladen.
Darin zeige ich dir Möglichkeiten und erste Schritte für dein Pinterest Online-Business.