Es gibt Tage, an denen sich alles schwer anfühlt.
Nicht laut. Nicht dramatisch.
Sondern leise, zäh und erschöpfend.

Tage, an denen ich vor meinem Laptop sitze und merke, dass ich innerlich längst nicht mehr bei dem bin, was ich gerade tue.
Der Kopf ist voll.
Der Körper müde.
Und irgendwo taucht dieser Gedanke auf, den viele kennen, aber kaum jemand laut ausspricht:

Ich könnte auch einfach aufhören.

Wenn der Wunsch aufzugeben ganz still wird

Es ist kein Wutanfall.
Kein „Ich schmeiß jetzt alles hin“.

Es ist eher dieses langsame Einsickern von Zweifel.
Dieses Gefühl, dass die Kraft weniger wird, obwohl man eigentlich alles richtig macht.

Man arbeitet.
Man lernt.
Man bleibt dran.

Und trotzdem fragt man sich:

Reicht das?
Komme ich jemals an?
Oder kämpfe ich hier gegen etwas, das größer ist als ich?

Warum dieses Gefühl nichts mit Schwäche zu tun hat

Lange dachte ich, dieser Wunsch aufzugeben wäre ein Zeichen dafür, dass ich falsch liege.
Dass ich vielleicht nicht belastbar genug bin.
Nicht konsequent genug.
Nicht stark genug.

Heute weiß ich:
Das Gegenteil ist der Fall.

Zweifel kommen nicht, wenn alles egal ist.
Sie kommen, wenn dir etwas wirklich wichtig ist.

Wenn du einen Weg gehst, der nicht vorgezeichnet ist.
Wenn du Verantwortung übernimmst – für dich, für dein Leben, für deine Entscheidungen.

Die Momente, in denen alles gleichzeitig kommt

Oft sind es nicht einzelne Rückschläge, sondern die Summe aus allem:

  • Arbeit, die man nicht sieht

  • Ergebnisse, die auf sich warten lassen

  • Vergleiche, die sich unbemerkt einschleichen

  • finanzielle Unsicherheit

  • Erwartungen von außen

  • und der eigene Anspruch, es „richtig“ zu machen

Man funktioniert weiter, aber innerlich beginnt etwas zu bröckeln.

Und genau dort entsteht dieser Wunsch:

Ich will gerade einfach nicht mehr.

Aufgeben klingt einfacher, als es ist

Aufgeben hat in meinem Kopf lange wie Erleichterung geklungen.
Wie ein Ausweg.
Wie Ruhe.

Doch je ehrlicher ich hingeschaut habe, desto klarer wurde mir:
Aufgeben löst nicht das, was mich antreibt.

Denn meine Sehnsucht verschwindet nicht, nur weil ich sie ignoriere.
Mein Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und Sinn wird nicht kleiner, nur weil ich ihn wegschiebe.

Er wird nur leiser.
Und irgendwann schwerer.

Der Unterschied zwischen Pause und Aufgeben

Etwas Wichtiges habe ich lernen müssen:
Nicht jeder Wunsch aufzuhören bedeutet, dass man wirklich aufgeben will.

Oft bedeutet er einfach:

  • Ich bin müde

  • Ich brauche Sicherheit

  • Ich brauche einen Moment zum Durchatmen

Eine Pause ist kein Scheitern.
Ein langsameres Tempo ist kein Rückschritt.

Manchmal ist Weitermachen nicht laut und kämpferisch.
Sondern ruhig und vorsichtig.

Warum ich trotzdem weitermache

Nicht, weil ich immer überzeugt bin.
Nicht, weil ich nie zweifle.

Sondern aus drei ganz einfachen Gründen:

1. Weil ich weiß, wie es sich anfühlt, nicht loszugehen

Ich kenne dieses Leben.
Das Funktionieren.
Das Anpassen.
Das innere Wegschieben von Träumen.

Und ich weiß, dass ich dort nicht wieder hin will.

2. Weil ich mir etwas aufbaue, das zu mir passt

Nicht perfekt.
Nicht schnell.
Nicht spektakulär.

Aber ehrlich.
In meinem Tempo.
Mit Rücksicht auf mich.

3. Weil Aufgeben kein Neuanfang ist

Es fühlt sich nur kurz so an.
Danach bleiben die Fragen.
Die Sehnsucht.
Das Gefühl, es nicht versucht zu haben.

Und genau das wiegt schwerer als jeder Zweifel.

Durchhalten heißt nicht, sich zu übergehen

Lange dachte ich, Durchhalten bedeutet:

  • Zähne zusammenbeißen

  • Weitermachen um jeden Preis

  • Sich selbst ignorieren

Heute sehe ich das anders.

Durchhalten kann auch heißen:

  • einen Schritt zurückzugehen

  • Dinge neu zu sortieren

  • Hilfe anzunehmen

  • den Anspruch loszulassen, immer stark zu sein

Manchmal ist Dranbleiben ein leiser Akt von Selbstrespekt.

Was mir in diesen Momenten hilft

Wenn ich alles hinschmeißen will, erinnere ich mich an drei Dinge:

  1. Ich muss heute nicht alles entscheiden.

  2. Zweifel bedeuten nicht, dass ich falsch bin.

  3. Ein kleiner Schritt reicht für diesen Tag.

Das klingt unspektakulär.
Aber genau das hält mich in Bewegung.

Für dich, wenn du gerade an diesem Punkt bist

Wenn du das hier liest und dich wiedererkennst, dann möchte ich dir eines sagen:

Du bist nicht zu sensibel.
Du bist nicht unfähig.
Du bist nicht gescheitert.

Du bist jemand, der etwas ernst nimmt.
Der sich Gedanken macht.
Der Verantwortung trägt.

Und genau deshalb fühlt es sich manchmal so schwer an.

Mein Fazit

Ich will oft alles hinschmeißen.
Und ich gehe trotzdem weiter.

Nicht, weil ich immer weiß, wohin.
Sondern weil ich weiß, wohin ich nicht zurück möchte.

Vielleicht ist genau das genug für heute.

Und vielleicht ist Weitermachen manchmal nichts anderes als ein stilles „Noch einen Tag“.

P.S.
Wenn du gerade müde bist: Du darfst langsamer werden, ohne aufzugeben.
Nicht alles muss hart sein, um wertvoll zu sein. 💛

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